Zwar sind wir nach den Ergebnissen der letzten Klimakonferenz der Meinung, dass Öl und Gas nur noch sehr bedingt ein Thema ist. Die Menschheit hat wohl offenbar doch begriffen, dass die stumpfe Verbrennung dieser Rohstoffe keine dauerhafte Lösung darstellt. Das wir uns aber nun so schnell vom Öl trennen – Preis pro Barrel am 12.Januar 2016 nur noch knapp 32,00 US Dollar und damit 34% weniger als noch vor einem Jahr – hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet.

Wenn man bedenkt, dass die deutschen und europäischen Arbeitslosenraten (noch) ziemlich gut aussehen, die Einkaufsmanager Indices nicht die schlechtesten sind und es dauerhaft keinen nennenswerten Zins mehr gibt, muss man sich schon fragen welche Kräfte am Markt agieren und warum.

Das Jahr fängt mit großen Herausforderungen an. Wir setzen in Ihrem Sinn unsere gesamte Erfahrung ein und handeln mit kühlem Verstand.

10 Thesen zu Beginn des neuen Jahres

  1. Die “Gloom and Doom” * –  Propheten dieser Welt werden wieder Hochkonjunktur bekommen. Sicher tauchen bald jede Menge Untergangsszenarien auf.  (* Düsternis und Untergang)
  2. Die Welt geht nicht unter. Es ändern sich lediglich die Preise von Wertpapieren.
  3. Neue Krise? Vielleicht? Aber der Selbsterhaltungstrieb der Menschen, der Wirtschaft und auch der Märkte war und ist enorm.
  4. Medien – weniger ist mehr. In der Regel überbieten sich die Berichterstatter während solcher Tage mit Schreckensmeldungen. Wie immer bietet keiner eine Lösung. Einfach mal ein paar Tage nicht hinhören.
  5. erstand – mehr ist besser. Wir hinterfragen dauernd, ob die eingeschlagene Richtung immer noch stimmt. Wir hinterfragen dauernd, welche Alternativen zur Verfügung stehen. Wir hinterfragen dauernd, was EIGENTLICH los ist.
  6. Panische Reaktionen vermeiden. Panikzeiten waren, sind und bleiben Kaufzeiten. Auch wenn es unserer Meinung nach noch nicht so weit ist, freuen wir uns, denn Qualitäten bekommt man inzwischen deutlich preiswerter als „gestern“.
  7. China – die Abwertung des Yuan passt absolut ins Bild. China will sich verändern. Dazu braucht es eine Währung, die im Außenverhältnis gegenüber Dollar, Euro, Pfund und Yen abwertet. Geduld ist gefragt. In China lebt ca. ein Fünftel der Weltbevölkerung. Chinas Wirtschaft wird stärker wachsen als die deutsche bzw. europäische Wirtschaft. Langfristige Investitionen werden sich auszahlen, Schwankungen inbegriffen.
  8. Alternativen: Gold – nicht wirklich. Maximal als Währung der letzten Instanz. Wer also glaubt, dass das Vertrauen ins Papiergeld demnächst vollständig schwindet, der MUSS sich eindecken. Schaut man sich jedoch den Goldpreis an, scheint die Menge derer die an dieses Szenario glaubt überschaubar. Staatsanleihen – definitiv keine Lösung. Hier existiert eine Blase, nicht am Aktienmarkt.
  9. Langfristig denken. Das galt auch schon immer und gewinnt heute wieder deutlich an Bedeutung. Vermögensvermehrung ist ein Marathon, kein Sprint. Wer heute seine Schätze zusammenhält und mit kühlem Verstand handelt, wird profitieren.
  10. Kommunikation – melden Sie sich bitte bei uns. Rufen Sie uns an. In diesen Zeiten dürfen wir gern öfter als gewöhnlich und intensiver miteinander kommunizieren. Der größte Fehler wäre, sich wegzuducken und in Schockstarre zu verfallen. Das wird eher bei der Mehrheit der Banken passieren. Wir bewahren Ruhe und glauben an die mit Ihnen besprochenen Wege.

 

Zusammenfassung:

Stringentes Risikomanagement ist der wichtigste Faktor für 2016. Es gilt, permanenten Kapitalverlust zu vermeiden. Flexibilität ist Trumpf. Die Zukunft liegt darin, bekannte Pfade (Mischfonds, Anleihefonds) zu verlassen und stattdessen z.B. zeitgemäßte Aktienfonds, die das Abwärtspotential ihrerseits stark begrenzen, einzusetzen. Zudem halten wir anegemessene Barbestände – das ist unser Gold. Es ist bereits geschürft und sicher gelagert. Zum richtigen Zeitpunkt werden wir es einzusetzen wissen.

Wir setzen weiterhin hauptsächlich auf eigentümergeführte Investmentboutiquen zu denen enge Kontakte bestehen, die regelmäßig gepflegt werden. Jeder Rücksetzer an den Börsen eröffnet uns neue und günstigere Einstiegskurse für unsere Fonds -“Perlen“.

Quelle Bilder: Pixabay, Fotolia

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