Sicher haben Sie mitbekommen, dass die Börsen in dieser Woche stark schwankten. Die Rückgänge in den Kursen wurden durch die Abwertung der chinesischen Währung Yuan hauptsächlich gegenüber dem US-Dollar veranlasst.

Die Abwertung wurde am Dienstag ohne Vorankündigung durch die PBoC (Peoples Bank of China) vollzogen. Aus chinesischer Sicht ein kluger Schritt. Westliche Beobachter sehen in der Aktion einen Affront, zumindest aber halten sie es für frevelhaft.

Auch wenn China in den vergangenen 20 Jahren die Lücke zwischen den sogenannten entwickelten Länder geschlossen und seinen wirtschaftlichen wie finanziellen Status Quo enorm verbessert hat, scheint man im Westen wohl immer noch der Auffassung zu sein, dass der Impulsgeber der Wirtschaft, der Politik und der Finanzen New York, London und Berlin vorbehalten ist. Wie sonst soll man die fast panisch anmutende Reaktion der Aktienmärkte auf die Währungsabwertung verstehen.

Bei allem Verständnis um die Verwunderung auf die überraschende Aktion der PBoC, sollten wir den Vorgang nüchtern analysieren und überlegen, was möglicherweise wirklich dahinter steckt.

Ein Blick zurück:

  1. Der Euro hat in den letzten 18 Monaten gegenüber dem US-Dollar um ca. 20% abgewertet. Große Freude bei allen Unternehmen der Eurozone, deren Produkte sich auf dem Weltmarkt entsprechend verbilligten. Treiber für höhere Margen
  2. Der Yen hat in den letzten 18 Monaten gegenüber dem US-Dollar um ca. 18% abgewertet. Auch hier gab es große Freude bei japanischen Unternehmen, verbilligten sich deren Produkte auf dem Weltmarkt ebenfalls. In Japan gibt es für diese Vorgänge sogar einen eigenen Begriff, basierend auf dem Namen des japanischen Premierministers Shinzō Abe: AbenomicsAngefeuert durch die Abwertungen stiegen die Kurse europäischer und japanischer Aktien stark an. An den Kurszuwächsen europäischer Titel partizipierten viele von Ihnen. Passende Fonds liegen in Ihren Depots. In ausgewählten global anlegenden Fonds befinden sich nicht wenige japanische Titel, so dass auch hier eine entsprechende Teilhabe erfolgte.
  3. Haben wir uns darüber geärgert? Verhielten wir uns panisch? NEIN! Im Gegenteil. Waren die währungspolitischen Maßnahmen doch zu unser aller Vorteil.

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